Nahe der Heinz-Kerz-Halle in Nieder-Olm entsteht auf einer städtischen Kompensationsfläche ein zukunftsweisendes Projekt für Natur- und Klimaschutz: Ein sogenanntes Zukunftswäldchen wächst heran. Auf dem Gelände neben der naturnahen BMX-Bahn wurden zahlreiche junge Bäume gepflanzt – bewusst vielfältig ausgewählt und an die klimatischen Herausforderungen der kommenden Jahrzehnte angepasst.
Statt klassischer Forstbepflanzung setzt das Projekt unter anderem auf robuste Baumarten wie Mehlbeerbaum, Speierling und Amberbaum. Sie gelten als widerstandsfähig gegen Trockenheit und erhalten ausreichend Platz, um stabile Wurzeln und breite Kronen zu entwickeln.
„Das Wäldchen ist mehr als eine reine Pflanzfläche“, betont Stadtbürgermeister Dirk Hasenfuss. Zwischen den Baumgruppen sollen zusätzliche Beete entstehen, die die ökologische Vielfalt weiter fördern. Auch AktivTeam-Mitglied Heidi Debo sieht darin einen lebendigen Naturraum, der Lebensraum für Insekten und Kleintiere schafft.
Unterstützt wurde die Planung von der Verbandsgemeinde Nieder-Olm sowie den Umwelt- und Klimaschutzbeauftragten Konrad Kessler und Benjamin Warnecke. Auch Landschaftsgärtner Alexander Kreisel brachte seine Expertise ein. Eine niedrige Hecke soll die jungen Bäume und Pflanzen künftig schützen – vor allem vor Hundehinterlassenschaften.
Das Zukunftswäldchen verbessert langfristig das Mikroklima, spendet Schatten und stärkt die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens. Was heute noch licht wirkt, wird in den kommenden Jahren zu einem grünen Rückzugsort – und zu einem sichtbaren Zeichen dafür, wie lokales Engagement und vorausschauendes Handeln Zukunft gestalten können.
Bild & Text: Annette Pospesch